Aktuelles aus dem Jahr 2015

Auf dieser und den nächsten Seiten informieren wir Sie über unsere Aktionen und Projekte. Aktuelles aus diesem Jahr finden Sie hier auf dieser Seite.

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Wir wünschen Ihnen viel Spaß.

 


 

Aktuelles aus dem Jahr 2015

 

Oktober 2015
 
UN-Dekade Biologische Vielfalt

NABU Itzehoe erhält Auszeichnung

 

Das Engagement unserer Ortsgruppe für die Artenvielfalt in der Stadt ist ausgezeichnet worden. Unser Projekt zur Wiederansiedlung des Turmfalken im Kirchturm der St.Laurentii-Kirche darf nun den Titel „Ausgezeichneter Beitrag der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ führen. Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für die biologische Vielfalt erklärt. Die Staatengemeinschaft ruft damit die Weltöffentlichkeit auf, sich für die biologische Vielfalt einzusetzen.

 

Wir danken allen Beteiligten für Ihre Mitarbeit und freuen uns über die Bestätigung unserer Arbeit. Hier erhalten Sie mehr Informationen über die Aktion der UN: http://www.undekade-biologischevielfalt.de/

 

Juni 2015
 

Große Anzahl Weißstörche im geplanten Windenergie-Gebiet

(Zum Verößern bitte auf das Bild klicken)

Große Anzahl Weißstörche im geplanten Windenergie-Gebiet

 

Dieses Belegbild lässt erahnen, welche Auswirkungen die geplanten Windenergieanlagen im Bereich Rethwisch auf die Vogelwelt hätten: Am Sonntag (28.06) hielten sich über 34 Weißstörche im Planungsgebiet auf. 28 von ihnen sind auf dem Panoramabild erkennbar, 6 waren auf der anderen Straßenseite zu sehen.

 

Die Großvögel nutzten die landwirtschaftlichen Aktivitäten und gingen bei der Heumahd auf gemeinsame Mäusejagd. Es handelte sich um Alt- und Jungstörche, die sich aus einem größeren Einzugsgebiet hier versammelt hatten, da im direkten Umkreis nur drei Horste zu finden sind.

 

Diese Ansammlung macht die Bedeutung der extensiv genutzten Grünlandflächen im Bereich von Rethwisch für die Vogelwelt deutlich. Würden die Windkraftanlagen hier verwirklicht werden, wäre nicht nur diese historische Kulturlandschaft auf diesem Bild Geschichte (Blickrichtung ist nach NO, wo im Hintergrund die Anlagen stehen würden), sondern die Gefährdung von Weißstorch, Kranich, Seeadler, Wiesenweihe und Wachtelkönig eine totbringende Tatsache. Es kann daher nicht sein, dass die Energiewende zu Kosten des Naturschutzes geht! Wann hört die Politik endlich auf die Warnungen der Artenschützer und unterbindet Planungen in diesen überregional bedeutsamen Lebensräumen? Windenergieanlagen gehören nicht in sensible Vogelbrut- und Zuggebiete. Dabei ist nicht nur der Status quo eines Gebietes zu betrachten, sondern auch sein Entwicklungspotential als wertvoller Lebensraum.

 

Das angrenzende Breitenburger Moor mit seinen ausgedehnten Wasserflächen wird sich weiter zu einem artenreichen Gebiet mit landesweiter Bedeutung für den Naturschutz entwickeln. Lassen wir der Natur diesen Raum und verhindern wir zerstörerische Planungen dieser Art!

 

März / April 2015
 

Amphibienschutzmaßnahme 2015

Amphibien-Erfassung 2015

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Erfolgreiche Amphibienschutzmaßnahme des NABU Itzehoe

 

Im letzten Jahr war der Heischweg in Oelixdorf noch von hunderten toten Erdkröten übersät, da sie auf dem Weg in ihr Laichgewässer von Autos überrollt wurden. Schon etwa 60 Fahrzeuge pro Stunde reichen aus, um 90% der wandernden Amphibien zu töten.

 

Dank des Hinweises von Bernd Frost aus Winseldorf wurden wir spontan aktiv und bauten dieses Jahr von Anfang März bis Mitte April einen Schutzzaun auf, der die Kröten aufhielt und in vergrabenen Eimern auffing. Täglich mussten wir diese kontrollieren und entleeren und manchmal trauten wir unseren Augen nicht: Insbesondere nach Regennächten waren Hunderte von Kröten in den Fangeimern, die wir dann zählten und auf der anderen Straßenseite freiließen. So konnten über 3.200 Erdkröten gerettet werden, die sich meist schon als Paar zusammengefunden hatten. Die Männchen der Erdkröten, die etwas kleiner sind, klammern sich dabei an den größeren Weibchen fest und lassen sich „Huckepack“ zum Laichgewässer tragen. Dort bleiben sie etwa eine Woche, legen den Krötenlaich ab und verlassen das Gewässer wieder. An stark befahrenen Straßen muss dann auch für die Rückwanderung ein Zaun aufgebaut werden. Da der Heischweg nicht so stark befahren ist und die Rückwanderung sich über einen längeren Zeitraum erstreckt, konnten wir auf diese Maßnahme verzichten.

 

„Es hat allen Beteiligten - insbesondere den Kindern – viel Spaß gemacht und wir freuen uns auf das nächste Jahr!“ sagte der Vorsitzende des NABU Itzehoe und dankt herzlich allen freiwilligen Aktiven der Ortsgruppe für den Aufbau, die Kontrolle und Abbau, den Mitarbeitern der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Steinburg für die zügige Finanzierung des Zaunes und der Gemeinde Oelixdorf für die Genehmigung zum Aufbau. „Dann wird es auch in den nächsten Jahren interessant sein, wie sie der dortige Bestand der Erdkröte entwickelt, da die Amphibien durch den intensiven Gifteinsatz in der konventionellen Landwirtschaft besonders gefährdet sind.“

 

Mehr Informationen zu Amphibienschutzzäunen in Deutschland findet man unter: http://www.amphibienschutz.de/zaun/zaun_index.html

 

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